Die Meldung
Kürzeste Form – max. 25 Zeilen
Beantwortet: Wer? Was? Wo? Wann?
„Gestern Abend ereignete sich auf der A2 bei Bielefeld ein Verkehrsunfall. Zwei Personen wurden leicht verletzt.“
Nachricht, Kommentar, Reportage – lerne die wichtigsten Darstellungsformen kennen. Für 4. Klassen, Sek I & Lehrkräfte – ca. 35–60 Minuten.
Wenn du eine Zeitung aufschlägst oder eine Nachrichten-Website besuchst, findest du ganz unterschiedliche Arten von Texten: Manche informieren dich nüchtern über Ereignisse, andere geben eine persönliche Meinung wieder, wieder andere erzählen Geschichten so lebendig, als wärst du dabei gewesen.
Drei Hauptkategorien – sieben Darstellungsformen
Wenn du sie kennst, verstehst du Medien besser – und kannst selbst entscheiden, welche Information objektiv ist und wo jemand seine Meinung äußert.
Ziel: Objektiv über Ereignisse informieren – ohne persönliche Wertung. Fakten, Fakten, Fakten!
Kürzeste Form – max. 25 Zeilen
Beantwortet: Wer? Was? Wo? Wann?
„Gestern Abend ereignete sich auf der A2 bei Bielefeld ein Verkehrsunfall. Zwei Personen wurden leicht verletzt.“
Ausführlicher als Meldung
Beantwortet alle W-Fragen: Wer? Was? Wo? Wann? Wie? Warum? Woher?
50–200 Zeilen – umfassend
Enthält Einzelheiten, Hintergründe und Zusammenhänge.
Ziel: Die persönliche Meinung äußern. Trennung von Information und Meinung!
Persönliche Meinung eines Journalisten
Nennt die Nachricht, nimmt Stellung, begründet die Meinung. Darf wertend, kritisch oder zustimmend sein.
Erkennungszeichen: Oft mit dem Wort „Kommentar“ gekennzeichnet
Häufig die Meinung der gesamten Redaktion
Meist auf Seite 2, prominent platziert. Gibt die Werte und Grundhaltung der Zeitung wieder.
Humorvoll & ironisch – die „Königsdisziplin“
Ein kurzer, humorvoller oder ironischer Meinungsbeitrag. Stilmittel: Ironie, Satire, Übertreibung, Wortspiele.
Ziel: Ereignisse lebendig und anschaulich darstellen. Geschichten erzählen, Atmosphäre vermitteln!
„Ich war dabei“ – lebendig & bildhaft
Lebendige Schilderung eines Ereignisses, das der Reporter selbst erlebt hat. Mit Sinneseindrücken: was ich gesehen, gehört, gerochen habe.
Frage-Antwort-Format
Gespräch zwischen Journalist und Interviewpartner in Frage-Antwort-Form.
Personen-Interview
Person im Mittelpunkt
Sach-Interview
Experte erklärt
Meinungs-Interview
Stellungnahme
Beschreibung + Bewertung + Einordnung
Besprechung eines Werks oder Ereignisses aus dem Kulturbereich: Film, Buch, Konzert, Theaterstück. Mischung aus Information und Meinung.
Fun Fact: Bei sehr negativer Kritik spricht man von einem „Verriss“
Kurz informieren
Sehr kurz (max. 25 Zeilen)
Objektiv informieren
Alle W-Fragen, sachlich
Umfassend informieren
Mit Hintergründen, Details
Meinung äußern
Oft mit „Kommentar“ gekennzeichnet
Humorvoll kommentieren
Kursiv, ironisch, witzig
Lebendig erzählen
„Ich war dabei“, bildhaft
Expertenmeinung einholen
Frage-Antwort-Format
Die wichtigste Info steht immer am Anfang – die unwichtigeren Details am Ende.
Spitze = Das Wichtigste
Lead / Einstieg
Wer? Was? Wann? Wo?
Mittelteil = Details
Hintergründe & Fakten
Wie? Warum? Woher? Zusätzliche Fakten
Basis = Nebensächliches
Weniger wichtige Details
Kann notfalls weggelassen werden
Lies den Text und entscheide: Welche journalistische Darstellungsform ist das?
Wenn du journalistische Darstellungsformen kennst, kannst du besser einschätzen, was du liest:
Objektive Fakten oder persönliche Sicht?
Werden mir Fakten präsentiert oder eine Geschichte erzählt?
Medien verstehen, Manipulation erkennen
Die Unterscheidung zwischen Information und Meinung ist entscheidend, um Medien kritisch zu nutzen und nicht auf Manipulation hereinzufallen!
Informiert bleiben. Meinungen erkennen. Kritisch lesen!
Nachricht, Bericht, Kommentar — kannst du die Darstellungsformen unterscheiden?
Fertig mit dem Modul?
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